crazy-about-nins: Kaninchen, wir und anderes Getier
  Pixie
 


ein Bild

Pixie...

Das ungewöhnlichste Haustier, das wir je hatten, obwohl an einem Hahn an sich ja nichts ungewöhnlich ist. Aber in einer 4-Zimmer-Wohnung mit kleinem Garten mitten im Wohngebiet? Klar, daß das nichts für die Dauer war… aber nun von Anfang an:

Pixie bekam ich als kleines Küken von einer Freundin. Er stammte von einem Hof, wo das Pferd meiner Freundin stand. Dort gab es eine kleine Schar Zwerg-Brahmas und eine Glucke hatte gerade Küken. Die Glucke ließ ihre Jungen aber nicht unters Gefieder und so erfroren Pixies Geschwister in einer kalten Frühjahrsnacht. Dies bemerkte meine Freundin und nahm das letzte Küken kurzerhand mit nach Hause. Da sie aber bald in die Osterferien wollten, brachte sie mir den kleinen Federball. In einem großen Käfig mit Kuscheldecke und Rotlicht verbrachte er dann die erste Zeit und wuchs schnell heran. Er bekam schönes Gefieder und hatte diese lustigen Federfüße. Pixie lief mir Überall hinterher und kam angerannt, wenn ich seinen Namen rief. Abends setzte er sich auch gerne mit aufs Sofa. Er wäre das perfekte Haustier geworden, wenn da nicht immer diese riesigen Flecken auf dem Boden gewesen wären...

Irgendwann war auch der Käfig zu klein geworden, da zog Pixie in ein umfunktioniertes Kinderspielhaus und durfte unseren Garten als Auslauf nutzen. Es war klar, daß dies auf Dauer auch keine Lösung war. Insgeheim hoffte ich, daß Pixie eine Henne war, damit sich die Nachbarn nicht gleich beschwerten. Dem war aber nicht so und er weckte uns dann eines Morgens mit einem fröhlichen Kikeriki. Nun war also der Zeitpunkt gekommen, wo wir ein neues Zuhause brauchten. Jens Eltern hatten ein paar Hühner. Es lag also nahe, ihn dort unterzubringen. Es war mitten im Hochsommer, als wir ihn dann umquartierten. Pixie war sehr ängstlich und scheu gegenüber den anderen Hühnern, er kannte ja keine Artgenossen. Wir nagelten ihm also einen extra Auslauf zusammen und gaben ihm noch eine kleine Henne dazu, um sich erst mal an diese zu gewöhnen. Nachts aber mußte Jens Vater ihn zum Schutz vor Raubtieren in den Hühnerstall sperren. Ich kam ihn oft besuchen. Bei meinem letzten Besuch bemerkte ich, daß er viel ruhiger war als sonst und auch nicht auf seinen Namen hörte. Als ich ihn so beobachtete, liefen mir auf einmal die Tränen übers Gesicht, obwohl ich nicht so recht wußte, warum. Er hatte es doch gut, und ich schob sein Verhalten auf die hochsommerliche Hitze, wo sich alle Hühner nur in den Schatten legen wollten. 2 Tage später kam morgens ein Anruf von Jens Eltern. Pixie lag tot in einem der Nester. Ich wollte es einfach nicht glauben und es dauerte eine ganze Weile bis ich begriff, was geschehen war. Die nächsten Tage konnte man nicht viel mit mir anfangen, ich hatte wahnsinnige Schuldgefühle: Die fast sterile Haltung in der Wohnung und im Garten war wahrscheinlich sein Todesurteil gewesen. Denn die plötzliche Umstellung, die vielen Keime im HÜhnerstall und dazu noch die Hitze ließen wohl sein Immunsystem zusammenbrechen. Zudem war er nicht geimpft, woran ich damals nicht gedacht hatte.

Auch bei dem letzten Besuch hätte ich mehr auf mein Inneres hören sollen, das mir sagte, daß irgendetwas nicht stimmte. Vielleicht hätte man ihn dann noch retten können. Es war eine schlimme Zeit für mich und selten habe ich einem Tier so nachgetrauert, obwohl ich ihn nur ein paar Monate hatte. Jedem, dem ich diese Geschichte erzählte, meinte: „es war doch nur ein Hahn“. Doch Pixie war vom Verhalten her eher wie ein Hund und ich hing wahnsinnig an ihm. Es fiel mir schon schwer, ihn zu Jens Eltern zu bringen, obwohl ich wusste, daß er es dort gut gehabt hätte.

Irgendwann werden mal neue Pixies im Stall einziehen. Hühner faszinierten mich schon immer, daher wollte ich auf jeden Fall welche halten, wenn irgendwie möglich. Seit ich Pixie hatte, weiß ich auch welche Rasse es werden soll: Zwerg-Brahmas in schwarz-gelb columbia.

 
   
 
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=