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  Infos Landschildkröten
 




Haltung

 

Landschildkröten brauchen viel Platz zum umherstreifen. Ein großes Sommergehege im Freien ist daher die beste Unterbringung. Schildkröten sind Weidetiere und ständig auf der Suche nach essbaren Kräutern. Daher sollte das Gehege mit viel Unkraut „bepflanzt“ sein. Das zweite Muss ist UV-Licht und das liefert am besten die Sonne. Ein sonniges Plätzchen auf der Süd-Ost Seite ist ideal, da sich die Tiere in den Morgenstunden erst einmal aufwärmen um auf „Betriebstemperatur“ zu kommen. Eine große Schale mit Wasser ist unerlässlich, denn die Tiere trinken nur, wenn sich der gesamte Körper im Wasser befindet. Ebenso wird über die Haut Flüssigkeit aufgenommen.


 


Unsere 2 Schildis leben in den Sommermonaten in diesem Gehege. In der Übergangszeit kommen sie in ein 2 qm großes Holzgehege mit UV-Lampe und Wärmestrahler.

Ernährung


Das richtige Futter:

Allerlei Unkraut aus Wiese und Garten wie Brennessel, Mariendistel, Gänseblümchen, Frauenmantel, Himbeerblätter, KLee, Löwenzahn, Malve, Nachtkerze, Schafgarbe, Stiefmütterchen, Taubnessel, Voglemiere Wegerich...
D
ie Pflanzen sollten nicht als Jungpflanze verfüttert werden sondern die rohfasereichen und eiweißarmen adulten Stengel und Blätter.
Auswahlkriterien:

  • die Pflanzen dürfen nicht giftig oder gedüngt sein
  • sie dürfen nicht vom Straßenrand gepflückt werden
  • sie sollten möglichst proteinarm, kalorienarm, kohlenhydratarm sein
  • sie sollten aber viele Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und Kalzium enthalten
  • das Verhältnis von Kalzium und Phosphor sollte mind. 2:1 betragen (Kalzium muss also überwiegen!)
  • abwechslungsreich, also nicht immer die gleichen Pflanzen

Aus der Küche können ab und an gefüttert werden: Zuchini, Radieschenblätter, Gurke, Kürbis, Romana Salat, Chicoree, Endivien, Eichblattsalat, Radiccio, Wassermelone (selten).

Heu sollte als wichtiges Beifutter im Gehege verteilt werden, damit es von den Schildkröten immer mal wieder mitverspeist wird. Es ist sehr rohfaserreich und damit wichtig für die Verdauung, ebenso hält es die Parasitenanzahl gering.

Sonstiges: Rosenblüten, Hibiskus, Aloe Vera, Golliwoog, Agrobs (Heupellets abgestimmt auf Schildkröten, extrem eiweißarm), Sepia-Schalen oder Grit für die Kalkzufuhr

 

Das falsche Futter:

  • Fertigfutter, Futtersticks, Pellets
    enthalten zu viel Eiweiß, was zu einem viel zu schnelles Wachstum führt und Organ- und Skeletschäden mit sich zieht.
  • Getreideprodukte
    zerstören die gesunde Darmflora, was einen Parasitenbefall begünstigt und die Verwertung stört.
  • Milchprodukte
    zerstören die gesunde Darmflora, was einen Parasitenbefall begünstigt und die Verwertung stört.
  • Obst
    zerstören die gesunde Darmflora, was einen Parasitenbefall begünstigt und die Verwertung stört. Das Calcium-Phosphor-Verhältnis ist bei Obst sehr ungünstig.
  • Fleischprodukte
    führen durch die tierischen Eiweiße zu einem explosionsartigen Wachstum, was irreperable Folgen hat.
  • Vitaminpräparate
    sind bei der richtigen Ernährung nicht nur überflüssig, sondern können genauso Schäden anrichten, wie ein Mangel.
  • Gemüse (die meisten Sorten)
    zerstören die gesunde Darmflora, was einen Parasitenbefall begünstigt und die Verwertung stört.
    Das Calcium-Phosphor-Verhältnis ist bei Gemüse sehr ungünstig.

Falsche Ernährung macht sich am Panzer bemerkbar, indem die Regionen unterschiedlich schnell wachsen, in der Zerstörung der Darmflora und im schlimsten Falle in Gicht.


Die Hibernation (Winterstarre)

 

Die Hibernation ist für ein gesundes Immunsystem unerlässlich. Im Spätherbst sollten die Schildkröten auf Parasitenbefall untersucht und behandelt werden. Zur weiteren Vorbereitung im November/Dezember schaltet man zunächst die Wärmequelle jeden Tag etwas kürzer ein, bis sie schließlich ganz ausbleibt. Das Futter wird in dieser Zeit nach und nach rationiert und schließlich ganz eingestellt. Auch sollten nun die Schildkröten jeden Tag lauwarm gebadet werden, damit sich der Darm komplett entleert. Dies ist wichtig, da es sonst zu Gährung des stehenden Kotes während der Winterstarre kommt. Wenn kein Kot mehr abgesetzt wird, werden die Schildkröten in einer Schale, gefüllt mit Erde und Buchenblätter, in einen kühlen Raum gestellt. Die Temperatur sollte jeden Tag langsam zurückgehen. Dies erreicht man mit stufenweiser Stellung Richtung Keller. Hat man keinen geeigneten Kellerraum, der zwischen 4 und 8 °C aufweist, überwintert man die Schildkröten am Besten in einem eigenen Kühlschrank mit ca 6 °C. Die Temperatur ist stetig zu überwachen. Es reicht, wenn man 2-3 mal in der Woche die Türe für frische Sauerstoffzufuhr aufmacht, denn die Tiere fahren ihren Kreislauf in der Winterstarre so weit runter, dass sie nur noch 1 mal pro Minute Atmen. Deshalb können sie in diesem Zustand bis zu 4 Monaten ausharren, ohne dabei zu verdursten oder zu verhungern. Auch an Gewicht verlieren die Tiere in dieser Zeit nicht viel. Wobei 10 % des Ausgangsgewichtes noch normal sind. Alle paar Wochen sollte man die Tiere daher kurz rausnehmen und wiegen. Zu hoher Gewichtsverlust deutet auf eine Erkrankung hin und man sollte die Schildkröte vorzeitig wieder „wecken“. Im März/April werden die Schildkröten dann in umgekehrter Weise langsam wieder an wärmere Temperaturen gewöhnt. Zu Anfang sollte man sie wieder baden, damit sie eine erste Wasseraufnahme vornehmen können.

Hier gibts mehr Infos:
www.villa-testudo.de
www.schildifutter.de

 
   
 
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