crazy-about-nins: Kaninchen, wir und anderes Getier
  Infos Jemenchamäleons
 

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Gismo kurz vor dem Schuß. Er hat wohl die Linse der Kamera mit einem leckeren Käferchen verwechselt... Chamäleons sind Insektenfresser und er bekommt (leider) lebende Insekten wie Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Maden... er mag aber auch gerne Obst. Das Futter wird zusätzlich mit einem Vitamin-Präparat bestäubt. Wasser wird nur aufgenommen, wenn es tropft oder sich bewegt. Stehendes Wasser in einer Schale erkennen die Tiere nicht. Daher braucht man einen sogenannten "Dripper" oder einen Zimmerbrunnen, wobei man aber das Wasser wöchentlich wechseln muß.

Das Lustigste an Chamäleons sind wohl die Augen. Sie schauen immer in unterschiedliche Richtungen und werden nur in die gleiche Richtung gestellt, wenn eine Beute anvisiert wird und der richtige Abstand für den klebrigen Zungenschuß eingestellt weden muß. Chämeleons haben 2 nervlich getrennte Körperhälften. Daher weiß die eine Hälfte nie so recht, was die andere gerade macht. Das kann man nicht nur an den Augen erkennen, sondern auch am Gang. Anstatt der normalen Abfolge vorne links, dann hinten rechts, usw. kommt beim Klettern auch mal zunächst die Beine der einen und dann mal ein Fuß von der anderen Seite dran. Das sieht dann recht witzig aus. Beim Gang über den Boden funktioniert die normale Abfolge, aber dann bitte in Chamäleon-Art: schön langsam und immer mit dem Bein erst ein paar Mal vor- und zurückwippen, bevor es aufgesetzt wird... *lach*


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Beim Sonnenbaden. Wenn es warm ist, darf er draußen sitzen, natürlich unter Aufsicht, oder in einem "Käfig" mit Fliegengitter bespannt. Drinnen muß man dieses Bedürfnis mit einer UV-Lampe decken und  zusätzlich einen Wärmestrahler anbringen. Beim Sonnen macht er sich ganz hoch und flach und wird dunkel, damit er viel Wärme und Licht aufnehmen kann. Wenn es ihm zu warm wird, wird er wieder hell, damit die Sonnenstrahlen eher reflektieren. UV-Licht ist lebenswichtig für Reptilien. Sie bilden damit Vit. D, das für das Knochenwachstum wichtig ist. 
Viele Reptilien wachsen ein Leben lang. Auch Chamäleons wachsen bis sie sterben. Leider bekam Gismo beim Vorbesitzer nicht genug UV-Licht, daher hat er verkrüppelte Beinchen (Rachitis). Auch im Helm ist eine Beule. Diese Schäden sind leider nicht mehr reparabel. Chamäleons werden nur 5-7 Jahre alt. Gismo ist schon fast 5 und durch die anfängliche falsche Haltung recht klein für sein Alter. In der Natur wurde schon ein Jemen mit 50 cm Körperlänge (ohne Schwanz) gefunden. 




Chamäleons häuten sich in Fetzen. D. h. sie stoßen keine komplette Hülle ab, wie zB. Schlangen, sondern die Haut löst sich stückchenweise mal am Kopf, mal am Rumpf oder den Beinen. Vor der Häutung wird die betroffene Haut weißlich und löst sich dann ab.

Verwandlungskünstler Chamäleon

Das Farbspiel reicht bei Jemenchamäleons von hellgrün bis dunkelgrün/schwarz mit gelb-orangenen oder braunen Mustern, wobei die einzelnen Musterungen unterschiedliche Färbungen annehmen können. Das Muster ist bei jedem Tier etwas anders.

Die Fähigkeit, die Farbpigmente der Haut  zu verändern, dienen nicht zur Tarnung, sondern in erster Linie zur Anzeige von Gemütslagen bei Aufeinandertreffen von Artgenossen, bzw. für gewünschte Sonnenlicht-Absorbtion ("Sich-Dunkel-Machen" ) oder -Reflektion ("Sich-Hell-Machen"). Getarnt sind Chamäleons ohnehin durch ihr Grundmuster. Es ist übrigens ein Mythos, daß Chamäleons sich der Hintergrunds-Umgebung genau anpassen. Ihre natürliche Umgebung sind Baumkronen mit Blättern, und da ist grün mit Flecken genau das Richtige.


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Hier sind die Flecken hell rosa-orange.

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Wobei sie hier dunkelbraun sind. 



Gismo in Streß-Färbung. Auf dem Boden gefällt es dem Baumbewohner weniger. Das zeigt er deutlich durch die türkis-Färbung und den vielen bläulichen Tupfen. Man kann ihm sein Unbehagen regelrecht ansehen.


Jemenchamäleons kann man frei im Zimmer halten. Eine Abgrenzung in Form einer Barriere aus glatten Brettern ist sinnvoll, zum Schutz der Tiere. Man kann so ein kleines Wesen schnell mal übersehen und treten. 

Man muß auf eine Raumtemperatur von ca. 22 Grad und eine Luftfeuchte von 60 -70 Prozent achten, was man in einem Zimmer mit Luftbefeuchter oder Zimmerbrunnen annähernd hinbekommt. Mehrmals tägliches Besprühen aus dem Blumensprüher ist dennoch unerlässlich für die Pflege der Haut, ansonsten gibts Probleme bei der Häutung.  Andere Arten sind empfindlicher und müssen daher ins Terrarium. Chamäleons erkennen eine Glasscheibe nicht als Absperrung und laufen daher ständig dagegen. Deshalb finde ich die Freihaltung besser, wenn man sie praktizieren kann, außerdem haben die Tiere mehr Platz zum Umherstreifen.
 
Chamäleons sind Einzelgänger und treffen sich nur zur Paarungszeit. Daher kann und sollte man sie alleine halten. Mehrere Tiere kann man nur halten, wenn sie noch jung sind, oder man so viel Platz hat, daß sie sich nicht dauernd sehen können. Denn das bedeutet ständiger Streß und Kampf ums Revier.
 
   
 
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